Wissenswertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie in lockerer Reihenfolge über Dinge informieren, die uns für das Zusammenleben mit Tieren wichtig erscheinen.

 

Vorsicht giftig!

Diese Nahrungs- u. Genussmittel sowie Pflanzen aus unserem täglichen Leben können Ihrem Haustier zum Verhängnis werden.

Nahrungs- u. Genussmittel: Schokolade, Knoblauch (roh u. gebraten), Zwiebel (roh u. gebraten), rohe Kartoffel, Weintrauben, Rosinen, Avocado, Kakao, Kaffee, Süßstoff, Alkohol, Nicotin und Haschisch.

Pflanzen: Oleander, Aronstabgewächse, Gummibaum, Narzissen, Liliengewächse, Alpenveilchen, Efeu, Primel, Palmfarne, Mistel, Rhododendron, Hortensie, Rosengewächse, riesen Bärenklaue, Eibe, Buchsbaum, Goldregen, Wunderbaum, Weihnachtsstern, diverse Pilzsorten und Blaualgen.

Zu Vergiftungen kommt es natürlich auch durch Aufnahme von Insektiziden, Molluskiziden, Rodentiziden usw., Schwermetallen und Bakteriengiften.

Vergiftungserscheinungen können im günstigsten Fall mit allergischen Reaktionen wie Speicheln, Erbrechen und Juckreiz einhergehen, in schwereren Fällen kann es zu Krämpfen kommen. Im schlimmsten Fall treten Nieren- Leber- oder Herzversagen auf, was mit dem Tod des Tieres endet.

Eine Vergiftung kommt durch orale Aufnahme des giftigen Stoffes zustande, dabei ist auch an das Trinken von Blumenwasser und das Stöckchenwerfen zu denken. Betroffen sind Hunde, Katzen, Vögel (Zinkvergiftung durch Benagen verschiedener Gegenstände in ihrer Umgebung) und Kleintiere.

 

Impfungen

Ab der 7. Lebenswoche (bei Kaninchen schon ab der 4. Lebenswoche) sinken die von den Muttertieren an die Welpen übertragenen Antikörper gegen tötliche Infektionskrankheiten wie Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Zwingerhusten, Leptospirose und Tollwut beim Hunde; Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose und Tollwut bei der Katze; Myxomatose und RHD beim Kaninchen; Staupe und Tollwut beim Frettchen. Diese Erkrankungen werden über Sekret von Augen, Nase und Mund, Urin, Kot oder Bisswunden übertragen. Eine regelmäßige Impfung schützt nicht nur Ihr Tier sondern verhinder auch den Ausbruch von Epidemien und gewährleistet den Status Tollwutfrei.

 

Zeckengefahr!

Zecken sind ab Temperaturen von +7°C aktiv. Da durch Zecken immer häufiger Krankheiten übertragen werden (Ehrlichiose, Babesiose, Borreliose, bakterielle und virale Infektionen), die nicht in jedem Fall therapierbar sind und im schlimmsten Fall tödlich enden können, sollte man frühzeitig den Hund/die Katze mit einem wirksamen Mittel gegen Zecken schützen.

 

Unterschätzte Gefahren!

Lassen Sie in einem Katzenhaushalt die Katzen nie mit gekippten Fenstern alleine. Sie können in dem Fensterschlitz stecken bleiben, sich massive Verletzungen zuführen und nicht selten führen diese Verletzungen zum Tode des Tieres.

Setzen Sie Welpen und Junghunde größwüchsiger Rassen nicht zu starken körperlichen Belastungen (Treppensteigen, Fahrradtouren, lange Ausläufe) aus. Dadurch entstehen Fehlbelastungen und Fehlstellungen der Knochen, die im Alter zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen und Arthrosen fürhren können.

Achten Sie immer darauf, dass der Afterbereich und der Käfig Ihres Hasen/Meerschwein/Hamster sauber ist. Vor allem im Sommer können Fliegen dort ihre Eier absetzen und es kann zum Befall mit Maden kommen, der tödlich enden kann.

Herumliegende, an das Stromnetz angeschlossene Kabel können beim Anknabbern zu Stromschlägen führen, die gesundheitliche Folgen haben können.

Eine Scheibe Wurst pro Tag für den Hund als "Leckerlie" gedacht oder zur Gewissensberuhigung während der Mahlzeiten der Familie vom Tisch gefallen macht ein halbes Kilo mehr Gewicht pro Jahr für den Vierbeiner aus.

 

Achtung bei Schmerzmitteln!

Ist der Hund oder die Katze bei Bewegung schmerzhaft, bitte nicht blind zu Schmerzmitteln aus dem Eigenbedarf greifen. Die Schmerzmittel aus der Humanmedizin (z.B. Paracetamol) dürfen nicht auf das Gewicht des Tieres gerechnet verabreicht werden, werden von Tieren oftmals nicht vertragen und können zu Erbrechen, Atemnot, Durchfall oder Magenblutungen, im schlimmsten Fall zum Tode des Tieres führen. 

 

Niemals in Einzelhaltung!

Wellensittiche, Kanarienvögel, Meerschweinchen und Kaninchen sollten nicht einzeln gehalten werden. Diese Tiere brauchen ihre Artgenossen, da eine Vereinsamung gesundheitliche Probleme verursachen kann.

 

Tiere und Kinder

Kommt ein Baby in ein Tierhaushalt, muß das Tier auf das neue Familienmitglied vorbereitet werden und darf nicht vernachlässigt werden.

Kommt ein Tier in eine Familie mit Kindern, müssen den Kindern klare Regel im Umgang mit den Tieren vorgegeben werden.

Kinder sollten sich niemals auf fremde Tiere stürzen oder diese ohne Beisein und Erlaubnis des Besitzers streicheln.

Tiere, die zu Besuch zu Kindern kommen, sollten nie unbeaufsichtigt sein.

Tiere haben nachweislich einen positiven Effekt auf die Entwicklung von Kindern und stärken entgegen vieler Vorurteile deren Immunsystem. Natürlich sollten die Tiere regelmäßig geimpft und entwurmt sein.

 

Vorsorge als Lebensretter

Bei älteren Tieren empfielt es sich, wie auch bei uns Menschen, 1x im Jahr einen Blutcheck durchzuführen. Im Blut sind krankhafte Organveränderungen oftmals viel früher erkennbar, als am Verhalten des Tieres oder dem Tier selbst. Diese Früherkennung ermöglicht eine frühzeitige, gezielte Therapie, die Ihrem Tier das Leben retten bzw. verlängern kann. Denn wenn Sie als Besitzer feststellen, dass Ihr Tier massive Krankheitsanzeichen zeigt, kann es für eine Therapie schon zu spät sein.

Neben der Blutuntersuchung ist eine regelmäßige Kontrolle der Zähne sehr wichtig. Durch Zahnstein können Zahnfleischentzündungen entstehen, die zum einen zum Verlust der Zähne führen können, zum anderen aber auch bakterielle Infektionen über das Blut im Körper verteilen können und im schlimmsten Fall zu Erkrankungen des Herzens beitragen.

 

Ältere Tiere

Ältere Tiere zeigen oftmals Verhaltensänderungen (Inkontinenz, Orientierungslosigkeit, abnehmendes Gehör uvm.). Diesen Veränderungen kann man gegen wirken. Sie sind zum großen Teil verursacht durch mangelde Durchblutung. Mit pflanzlichen Mitteln oder auch Geriatrika kann man die Durchblutung fördern.

Sie haben vielfach, wie wir Menschen auch, Gelenk- bzw. Bewegungsproblematiken aufgrund arthrotischer Veränderungen. Mit Futtermittelzusätzen, homäopathischen Mitteln, spezielle Schmerzmittel und Physiotherapie kann man die Problematiken lindern und dem Tier eine verbesserte Lebensqualität ermöglichen.

Sie können aufgrund von Schmerzen und/oder Erkrankungen plötzlich ein ungewohnt aggressives Verhalten zeigen. Mit einer Untersuchung und einer entsprechenden Therapie stellt sich dieses meist wieder ein.

 

 

Dr. med. vet. R. Graen
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